– Presse

Wie wirken Räume auf Menschen?

Wir verbringen einen grossen Teil unseres Lebens in Räumen; ein durchschnittlicher Mitteleuropäer ungefähr 90% seiner Lebenszeit in Innenräumen. Trotzdem sprechen wir erstaunlich selten darüber, was sie mit uns machen und wie sie unser Verhalten beeinflussen. Genau dort beginnt die Arbeit von Nicole Gottschall. Seit über 30 Jahren beschäftigt sie sich professionell mit Räumen. Sie hat geplant, beraten, gebaut und erlebt, wie unterschiedlich Menschen auf ihre Umgebung reagieren. Heute verbindet sie diese Erfahrung mit Erkenntnissen aus Evidence-Based Design, Umwelt- und Verhaltenspsychologie und Neuroscience.

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Ihre zentrale Frage:
Wie beeinflusst unsere gebaute Umwelt, wie wir uns fühlen, verhalten und miteinander umgehen?

Nicole Gottschall

Für Medien steht Nicole Gottschall als Expertin, Interviewpartnerin und Gastautorin zur Verfügung.

Räume der Kraft. Kühler Plattenboden, die Vorhänge flattern im Wind. Eine Frau läuft barfuss durchs Wohnzimmer. In einem Brunnen plätschert Wasser.

Räume wirken.
Lange bevor wir darüber nachdenken.

Ein Hotelzimmer sieht fantastisch aus – und wir schlafen schlecht. Ein Büro gewinnt einen Designpreis und niemand kann sich konzentrieren.
Im Restaurant bleiben die Tische mitten im Raum leer, während die Plätze an der Wand zuerst besetzt werden.

Zufall?

Unsere Wahrnehmung von Räumen beginnt nicht erst mit unserem bewussten Urteil über Architektur oder Design. Licht, Akustik, Blickbeziehungen, räumliche Orientierung und andere Umweltreize können beeinflussen, wie wir eine Umgebung erleben. Evidence-Based Design und Erkenntnisse aus der Umwelt- und Verhaltenspsychologie helfen, diese Zusammenhänge besser zu verstehen.

Nicole Gottschall übersetzt dieses Wissen in eine Sprache, die auch ausserhalb von Architektur und Wissenschaft verständlich wird.

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Denn die entscheidende Frage lautet. Wie wirkt der Raum um uns auf unser Verhalten?

Nicole Gottschall

– Expertise & Medienthemen

Gebäude bilden einen wesentlichen Teil unserer täglichen Umwelt. Welche Rolle spielen Licht, Akustik, Materialität, Orientierung oder Naturbezug für unser Wohlbefinden? Wie können Räume Stressoren reduzieren? Und was wissen wir darüber tatsächlich aus der Forschung? Nicole Gottschall ordnet Erkenntnisse aus Evidence-Based Design, Umweltpsychologie und angrenzenden Forschungsgebieten ein und übersetzt sie in konkrete räumliche Fragestellungen.

Vielleicht liegt das Konzentrationsproblem nicht immer bei den Menschen. Offene Bürostrukturen, fehlende Rückzugsmöglichkeiten, visuelle Unruhe oder ungünstige Arbeitsplatzpositionen können beeinflussen, wie ein Arbeitsumfeld erlebt wird.
Die interessante Frage für Unternehmen lautet deshalb: Wie kann die Produktivität erhöht werden, indem unbewusste Stressoren im Raum
vermieden werden?

Ein Hotel kann hervorragenden Service bieten und trotzdem sein wichtigstes Versprechen sabotieren: dass sich der Gast wohlfühlt. Licht in der Nacht, Geräusche, fehlende Orientierung oder mangelnde Rückzugsmöglichkeiten können das Gästeerlebnis prägen. Wellbeing beginnt deshalb nicht erst im SPA. Es beginnt bereits beim Empfang.

Einsamkeit und soziale Entfremdung gehören zu den grossen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit. Dabei wird ein Faktor häufig unterschätzt: die gebaute Umwelt. Wo entstehen zufällige Begegnungen? Wo kann man dazugehören, ohne konsumieren zu müssen? Welche räumlichen Strukturen erleichtern Gemeinschaft? Architektur kann soziale Beziehungen nicht herstellen. Sie kann jedoch Bedingungen schaffen, unter denen Begegnung wahrscheinlicher wird.

Menschen entscheiden auch aufgrund ihres Erlebens. Ob ein Gast wiederkommt, Mitarbeitende gerne im Büro sind oder ein Ort weiterempfohlen wird, hängt deshalb nicht ausschliesslich von Funktion und Ästhetik ab. Mit dem Emotional ROI beschäftigt sich Nicole Gottschall mit der Frage, welchen wirtschaftlichen Wert die emotionale Qualität von Räumen haben kann. Damit wird aus Wohlbefinden eine unternehmerisch relevante Fragestellung.

– Story ideen für redationen

Unsere Gebäude werden technisch immer intelligenter. Doch passen sie auch zu den Menschen, die darin leben? Ein Beitrag über räumliche Wahrnehmung, Stressoren und die Frage, warum Planung stärker berücksichtigen sollte, wie Menschen Umgebungen tatsächlich erleben.

Designbett. Hochwertige Materialien. Durchdachtes Farbkonzept. Und um drei Uhr morgens leuchtet eine kleine blaue LED quer durch das Hotelzimmer. Warum Schlafqualität eine Designaufgabe ist und weshalb Hotels das Gästeerlebnis manchmal mit erstaunlich kleinen Details sabotieren.

Wir diskutieren Büros über New Work, Möblierung und Gestaltung. Aber was passiert, wenn sich ein Arbeitsplatz zwar hervorragend fotografieren lässt, der Mensch darin jedoch permanent abgelenkt oder exponiert fühlt? Ein Beitrag über Fokus und die unterschätzte Wirkung räumlicher Bedingungen.

Wir reden über Einsamkeit als gesellschaftliches Problem. Aber wie sehen eigentlich die Räume aus, in denen unsere Gesellschaft lebt? Ein Beitrag über Wohnformen, halböffentliche Bereiche und die Frage, wie Architektur Begegnung wahrscheinlicher machen kann.

Noch nie waren perfekt inszenierte Interiors so sichtbar. Doch ein Foto kann weder Akustik erleben noch räumliche Sicherheit empfinden.
Was passiert, wenn Fotogenität zum Qualitätsmassstab für Räume wird? Ein Plädoyer für eine Gestaltungskultur, die wieder stärker danach fragt, wie sich Räume tatsächlich anfühlen.

Unternehmen messen Flächeneffizienz, Auslastung und Investitionskosten. Was sie erheblich schwieriger messen können, ist die emotionale Wirkung ihrer Räume. Dabei kann genau diese beeinflussen, ob Menschen bleiben, wiederkommen oder einen Ort weiterempfehlen. Es ist Zeit, Raumqualität auch als wirtschaftliche Frage zu betrachten.